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Der fünfte Jahrestag des Schlagwortes „Wir schaffen das“

Deutsche Seiten, 31. 8. 2020

Alles bewegt sich relativ schnell. Heute sind wir vollkommen in der Zeit der Corona-Pandemie (einige von uns aber eher in der Zeit des Missbrauchs der Pandemie für die weitere und verstärkte Manipulation der Menschen). Damit endet es leider nicht. Wir erleben auch die Ära von Leugnung und Zerstörung unserer Geschichte, Werten und Traditionen im Namen von BLM und ähnlichen Bewegungen der heutigen aggressiven Kulturrevolution.

Der 5. September 2015 ist nur fünf Jahre zurück, trotzdem für manche von uns vergessen oder unterschätzt. Vergessen ist auch die Massenmigration. Das finde ich unakzeptabel. Vor drei Jahren habe ich in Frankfurt gesagt: „wir sind Zeugen der durchgehenden Umgestaltung europäischen Gesellschaft, der allmählichen Liquidierung der europäischen Kultur, Tradition und Werte, und der dafür als Instrument benützten Massenmigration“. Die Massenmigration habe ich schon lange Zeit als Bedrohung der europäischen Zivilisation und Kultur bezeichnet, als Bedrohung der Freiheit und Demokratie, und nicht zuletzt als Bedrohung der europäischen Prosperität.

Ich bin auch der Meinung, dass „die heutige Massenmigration, und ihre weitgehenden negativen Konsequenzen für die Zukunft der europäischen Gesellschaft nicht die Migranten, sondern die europäischen Politiker – an der Spitze mit deutschen Politikern – verursacht haben“. Die Migranten sind nicht schuld, auch sie sind Opfer der Ambitionen, die die Verteidiger, Advokaten und Anwälte der neuen Weltordnung haben und verwirklichen.

Angela Merkels’ Satz (vielleicht sollte man lieber Lehrsatz sagen) „wir schaffen das“ hat unsere Welt und unser alltägliches Leben radikal verändert. Wusste sie es? Hat sie es erwartet? In jedem Falle sollte sie uns die vollkommene Wahrheit und die unvermeidlichen Konsequenzen der Massenmigration gestehen. Sie sollte uns mitteilen, dass auch wir dadurch verwandelt werden. (Ich verdächtigte sie, dass sie uns ändern wollte.)

Mit ihrem Satz hat sie die Konsequenzen der Massenmigration bagatellisiert. Sie sagte uns, dass das alles nicht der Rede wert sei und dass mit uns nichts geschehen wird. Das war eine falsche Botschaft. Das war entweder ein absichtlicher Betrug oder ein tragischer Irrtum. Oder eine bloße Naivität?

Was bedeutete der Satz „wir schaffen das“? Dass wir die Massenmigration beherrschen (oder bewältigen) werden? Dass es genügt, die Massenmigration – ohne Veränderung unseres Lebens und Lebensstils – finanziell decken? Oder sollte dieser Satz bedeuten, dass wir die Massenmigration ertragen werden müssen?

Nach fünf Jahren ist es klar geworden, dass wir sie überlebt haben, aber nicht bewältigt. Der Weltuntergang ist nicht eingetreten, aber die allen bekannten, vernichtenden, negativen Konsequenzen sind da: die sichtbare Veränderung unserer ganzen Gesellschaft, die Veränderung und Verschlechterung unserer Lebensqualität, die Schwächung der traditionellen europäischen Werte und Traditionen, die radikale Begrenzung unserer Freiheit.

Wir haben unsere Mitbürger wahrscheinlich nicht genügend aufgeklärt und ihnen nicht laut genug gesagt, dass der notwendige Bestandteil der sogenannten „Willkommenskultur“ die Verwerfung unserer Kultur und unserer Zivilisation ist. 

Einige von uns haben unsere Mitbürger mehrmals vor dieser Gefahr gewarnt. Laut genug? Klar und begreiflich? Waren wir überzeugend? Waren unsere Chancen in der Ära der politischen Korrektheit hoffnungslos klein? Haben wir alle Möglichkeiten ausgenützt? Waren wir nicht auch ein bisschen faul? Oder war unsere Ohnmacht etwas Klares zu sagen wirklich so groß? Man sollte sich auch eigene Fehler gestehen.

Wir sollten uns nicht nur mit dem Verb „schaffen“ beschäftigen. Wir sollten uns eine kurze Weile auch mit dem Pronomen „wir“ befassen. Wer ist „wir“? Wer sollte alles notwendige „schaffen“? Der deutsche Staat? (Oder eventuell der tschechische Staat -  wir haben aber nie gesagt, dass wir das schaffen werden.) Oder die deutsche Bürgergesellschaft? Oder das deutsche Volk?

Wir sind leider noch nicht am Ende. Zum Glück oder zum Verzweifeln? Die Fürsprecher der Massenmigration sind in der Offensive, während die stille Mehrheit der normalen Menschen in der Defensive bleibt. Das ist ein großer und unverantwortlicher Fehler von uns allen. Zu der Massenmigration und zu der Unverantwortlichkeit der Politiker, die leider in den wichtigsten Positionen des Staates sitzen, müssen wir resolut NEIN sagen. Wir schaffen das nicht, weil wir das nicht schaffen wollen. Weil wir wissen, dass die Idee des von oben organisierten Multikulturalismus absolut falsch ist.

Unsere Gegner haben in der Corona Pandemie eine neue und unerwartete Hilfe bekommen. Die mit der Pandemie verbundene Begrenzung der menschlichen Freiheit wird die Massenmigration einfacher machen. Die Opposition ist mit Ihren Masken schwächer und ihre Stimmen sind nicht gut hörbar.

Die EU Kommission weiß es. Sie arbeitete am Ende August – leiser und ohne Fanfaren – an einem neuen Migrationspakt. Das wird leider nichts bringen und nichts ändern. Was man davon heute weiß,  die Debatte in Brüssel war nicht über die Ursachen der Massenmigration oder über die Wege ihrer Beendigung.

Die Debatte war über die „neuen Mechanismen der Solidarität in der EU“ und über die neue Stufe der „Verantwortung der EU Mitgliedstaaten“. Nicht über die Substanz, nicht über das Phänomen der Massenmigration, nicht über die Erhaltung unserer Kultur und Zivilisation. Bedeutet es, dass wir mit neuem Zuwachs an Migranten rechnen sollen?


Vorbereitet für Junge Freiheit.

Václav Klaus, 31. August 2020

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