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Brief des Präsidenten der Tschechischen Republik an Vizekanzler der Republik Österreich

Deutsche Seiten, 2. 6. 2011

Sehr geehrter Herr Vizekanzler und Außenminister Dr. Spindelegger,

       ich habe bemerkt, dass Sie am Rande des Europa-Forums Wachau auf meine Rede in Theresienstadt reagierten und begrüßten, was ich zur „Vertreibungsfrage“ gesagt habe. Ich muss leider sagen, dass es zu einem Missverständnis gekommen ist.  

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Rede des Präsidenten der Republik auf der Gedenkfeier in Theresienstadt

Deutsche Seiten, 30. 5. 2011

Sehr geehrte Anwesende,

erlauben Sie mir, dass ich Sie an diesem Ort der Pietät – wie bereits mehrere Male – auch in diesem Jahr begrüße, um mit Ihnen zusammen an das Leiden zu erinnern, dem hier in Theresienstadt in der Zeit der nationalsozialistischen Okkupation unsere jüdischen Mitbürger ausgesetzt waren. Dieses schreckliche Lager durchliefen mehr als 150.000 von ihnen.

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Rainer Zitelmann: Václav Klaus über Gefährdungen der Freiheit

Deutsche Seiten, 13. 5. 2011

Das Hauptthema der Reden und Vorträge des tschechischen Staatspräsidenten ist die Gefährdung der Freiheit, die er vor allem in der immer stärkeren Einmischung des Staates in Wirtschaft und Gesellschaft sieht. Diese Einmischung, so Klaus, erfolge unter dem Vorwand von Parolen wie „Rettung der Welt vor der Klimakatastrophe“, „soziale Gerechtigkeit“ oder „europäische Einigung“.

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Europa hat eine Zukunft – aber eine nicht allzu rosige

Deutsche Seiten, 19. 3. 2011

Vielen Dank für die Einladung und für die Möglichkeit, die Stadt Brixen und seine Gegend zu besuchen. Der Moderator dieser Veranstaltung, Herr Christian Pfeifer, hat mich vor einem Monat in einem Interview für die Südtiroler Wirtschaftszeitung gefragt, was mich eigentlich nach Brixen bringt. Meine Antwort war: der unbekannte Ort und die Gelegenheit, diejenigen anzusprechen, die angesprochen sein wollen, und zwar im Thema, das für mich sehr wichtig ist.

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Interview des Präsidenten der Tschechischen Republik für die Südtiroler Wirtschaftszeitung

Deutsche Seiten, 25. 2. 2011

Herr Staatspräsident, Ihr Thema beim Südtiroler Wirtschaftsforum trägt den pointierten Titel „Europa hat eine Zukunft – aber eine nicht allzu rosige“. Welche Farbe hat denn Europas Zukunft?

Die Farbe ist nicht so wichtig, aber Europa sollte sich nicht in die eigene Tasche lügen: Seine Lage ist nicht allzu rosig. Neulich hat mich jemand in einer Diskussion gefragt, warum ich Europas Situation so negativ beurteile. Er war der Meinung, dass Europa für die meisten Länder der Welt als Vorbild steht. Für mich war die Aussage ein gutes Beispiel dafür, wie man sich derzeit in Europa selbst belügt – leider ist diese schlechte Angewohnheit in Europa sehr verbreitet.

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Freiheit für die Europäer

Deutsche Seiten, 7. 2. 2011

Europa ist jetzt – nach dem Ende der postkommunistischen Transformation in unserem Land – das Hauptthema meiner Überlegungen und de facto meines Lebens. Ich sehe, dass Europa heute ein fundamentales und leider langfristiges Problem hat. Das will ich laut sagen, obwohl das der überwiegende Teil der europäischen Politiker nicht hören will.

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Notizen zur Präsentation des Buches „Europa?“ in Nürnberg

Deutsche Seiten, 13. 1. 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für diese sehr freundliche Aufnahme, für die Herausgabe meines Buches und für die Möglichkeit wieder einmal, nach langer Zeit, in Nürnberg zu sein. Ich war in den letzten zwei Jahren in vielen deutschen Städten – Berlin, Dresden, Düsseldorf, Bochum, Frankfurt, Freiburg, München, Passau – aber in Nürnberg war ich, wenn ich mich nicht irre, zum letzten mal vor fast zwanzig Jahren.

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Überlegungen über Jürgen Habermas

Deutsche Seiten, 23. 11. 2010

Jürgen Habermas, der bekannte deutsche Soziologe und Philosoph von der Frankfurter Goethe-Universität, schrieb einen interessanten Artikel, der eine Polemik geradezu herausfordert. Über das New York Times Syndicate kam er unter dem Titel „Deutschland zerstört sich selbst“ auch in die Tageszeitung Hospodářské noviny (5. November) und somit zu unseren Lesern.

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Rede anlässlich des Besuchs des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland

Deutsche Seiten, 22. 11. 2010

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

es ist mir und uns allen eine Freude, Sie anlässlich Ihres ersten offiziellen Besuchs in Ihrer Funktion als Präsident der Bundesrepublik Deutschland auf der Prager Burg willkommen zu heißen. Sie kommen zu uns als Staatsoberhaupt des Nachbarlandes, das für uns bedeutender Verbündeter und wichtiger Partner ist. Wir sind Verbündete in der Nordatlantischen Allianz und engste Partner in der Europäischen Union.

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Rede des Präsidenten der Tschechischen Republik an der Botschafterkonferenz

Deutsche Seiten, 1. 9. 2010

Sehr geehrte Botschafterinnen und Botschafter, 

ich möchte Sie, so wie jedes Jahr Ende August/Anfang September, herzlich begrüßen und – zusammen mit Ihnen – über unsere Außenpolitik und die daraus für uns hervorgehenden Aufgaben nachdenken. Bei der Ernennung der Regierung im Juli dieses Jahres habe ich unter anderem Folgendes gesagt: „Ich würde mich freuen, wenn diese Regierung auch dem Ausland gegenüber stark ist, wenn sie im Ausland deutlich sprechen würde und die Interessen unserer Bürger vertreten könnte. Unsere Wähler sind es, die dieser Regierung das Mandat erteilt haben, nicht ihre zukünftige Partner auf internationaler Ebene.“ Gestatten Sie mir, diese Worte noch etwas zu ergänzen und zu erklären, da sie in keinem Falle selbstverständlich sind. Sicher nicht in unserem Land. 

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